Kinder mit seltenem Geburtsfehler heiraten 20 Jahre später.

Manchmal kreuzen sich die Wege zweier Menschen in den außergewöhnlichsten und unerwartetsten Situationen. Oftmals entwickeln sich diese Begegnungen dann zu ganz besonderen Beziehungen, die einiges durchleben und an Krisen wachsen.

So verhielt es sich auch bei Cameron und Emily. Die beiden waren mit einer seltenen Krankheit, der Blasenekstrophie, auf die Welt gekommen. Dabei handelt es sich um eine Fehlbildung der Harnblase, die oberhalb der Geschlechtsorgane nach außen gewölbt ist. Emily und Cameron mussten immer wieder in einem speziellen Krankenhaus operiert und behandelt werden. Dort begegneten sich die beiden Leidensgenossen und schlossen sofort Freundschaft.

Facebook/Love What Matters

Obwohl sie aus verschiedenen Staaten der USA stammten, erhielten sie ihre Freundschaft über die große Distanz aufrecht. Als sie schließlich beide auf die Highschool kamen, wurde aus der Freundschaft noch mehr: Cameron und Emily wurden ein Liebespaar.

Viele Menschen aus ihrem Umfeld prophezeiten den beiden jedoch keine langfristige Beziehung, was sie mit dem jungen Alter der beiden sowie der räumlichen Distanz zwischen ihnen begründeten. Emily und Cameron blieben einander aber treu und hörten nicht auf die negativen Worte.

Facebook/Emily Kohlmann

Im Jahr 2012 schließlich ging Cameron vor seiner Emily auf die Knie und hielt um ihre Hand an. Diese war überglücklich und sagte sofort Ja. 2015, also 20 Jahre nach ihrem Kennenlernen, heirateten die beiden und bewiesen allen Kritikern ihrer Liebe das Gegenteil. „Die Leute dachten, dass wir dumm seien, schon in der Highschool an eine Langzeitbeziehung zu denken und die Momente zu zählen, bis wir endlich zusammen leben würden. Wir haben es aber jedem Einzelnen gezeigt“, erzählt Emily. Im Oktober 2016 veränderte sich an ihrer Beziehung jedoch etwas Entscheidendes.

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Emily bemerkte, dass ihre Periode schon zwei Wochen überfällig war, und beschloss, einen Test zu machen: Sie war schwanger! Einerseits war die junge Frau überglücklich über das positive Ergebnis des Tests, andererseits sorgte sie sich um ihr Kind. Würde das Baby auch an einer Blasenekstrophie leiden, so wie ihr Mann und sie? Als Emily Cameron die schöne Nachricht überbrachte, freute er sich über alle Maßen, äußerte aber dieselben Ängste wie seine Frau.

Bislang war kein Fall bekannt, dass zwei Patienten, die an dieser Krankheit litten, zusammen ein Kind hatten. Emily und Cameron ließen sich aber nicht einschüchtern trotz der Befürchtung, dass ihr Kind ihre Krankheit geerbt haben könnte. So oder so würden sie ihr Kind über alles lieben. Bei einer Routine-Ultraschalluntersuchung während der 21. Schwangerschaftswoche bekamen sie endlich Gewissheit.

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Während der Untersuchung zeigte der Gynäkologe plötzlich auf einen Teil des Bildschirms und erklärte, dass dies die Blase des Babys sei. Emily und Cameron waren äußerst aufgeregt und freuten sich riesig, denn die Blase befand sich innerhalb des kleinen Körpers. Das Kind hatte die seltene Krankheit seiner Eltern also nicht geerbt.

Am 23. Mai 2017 erblickte dann schließlich eine gesunde und aufgeweckte Everleigh Grace das Licht der Welt. Mit der Geburt ihrer Tochter zeigten Emily und Cameron noch einmal allen Kritikern, dass ihre Liebe alle Krisen und die Zeit überdauerte. 

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Was für eine bewegende und wunderschöne Geschichte! Aus einer schwierigen Situation heraus hat sich solch eine wundervolle Beziehung entwickelt. So kann man dem Sprichwort „Ende gut, alles gut“ gerne glauben.

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