Frau riskiert ihre Gesundheit für sterbenden Hund.

Die Britin Aishia Loxley fand sich vor wenigen Wochen in einem Wechselbad der Gefühle wieder: Einerseits war ihre Freude über ihren neugeborenen Sohn groß, andererseits erschütterte sie ein schrecklicher Unfall, der sie sogar dazu trieb, ihre Gesundheit zu riskieren – und das nur wenige Stunden nach der Entbindung.

Die Ereignisse nahmen mit Aishias vorzeitigen Wehen ihren Lauf. Die 27-Jährige wurde eiligst ins Krankenhaus gebracht, wo ihr Sohn Elijah nach einem Kaiserschnitt glücklicherweise gesund auf die Welt kam. Während Aishia sich gerade vom Eingriff erholte, spielte sich bei ihr zuhause jedoch eine kleine Tragödie ab.

Ihr Mitbewohner Tom Brewster hatte seinen Husky Maya und Aishias Bullterrier Buster abends zum Austreten in den Garten gelassen. Als er sie wieder hereinrufen wollte, waren die Hunde aber verschwunden. Tom vermutete, dass ein paar Jugendliche, die er zuvor bemerkt hatte, absichtlich die Gartentür geöffnet hatten. Er begab sich dann auf eine verzweifelte Suche, konnte jedoch den Husky und den Bullterrier nicht finden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es die beiden Vierbeiner bereits in die Nähe einer Bahntrasse in der Umgebung verschlagen, wo das Unglück sich fortsetzte: Beide Hunde wurden von einem Zug angefahren. Während Maya schwer verletzt liegen blieb und erst später in einem Busch nahe der Schienen gefunden wurde, entdeckte ein Bahnangestellter zunächst nur den ebenfalls arg zugerichteten Buster und brachte ihn umgehend zu einem Tierarzt.

Leider stellte sich heraus, dass Buster zu schwere Verletzungen davongetragen hatte, weshalb er eingeschläfert werden musste, um ihm unnötige Qualen zu ersparen. Die junge Mutter erhielt nur wenige Stunden nach ihrem Kaiserschnitt die Nachricht von diesem schrecklichen Unfall.

Aishia hatte Buster geliebt. Für die 27-Jährige war er einer der liebenswertesten und sanftesten Hunde, die es gibt, weshalb sie vorzeitig das Krankenhaus verließ – trotz der Gefahr für ihre Gesundheit. „Man sagte mir, ich hätte ein hohes Infektionsrisiko. Trotzdem musste ich ihn sehen“, sagte Aishia.

Kurz bevor er eingeschläfert wurde, konnte sie sich noch von ihm verabschieden. Eines brach ihr jedoch das Herz:

„Er konnte sich nicht bewegen, aber er reagierte auf mich und meinen Freund Lee im Raum“, sagte Aishia. „Lee kuschelte mit Buster, der mich dann ansah, als würde er mich fragen: ’Warum kuschelst du nicht mit mir?’“ Wegen der frischen Wunden nach der Operation durfte sie ihm jedoch nicht zu nahekommen.

 

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Leider war es das letzte Mal, dass sie mit ihrem geliebten Vierbeiner zusammen sein konnte, für den sie bereit war, ihre Gesundheit zu riskieren. Buster wird für immer in ihrem Herzen bleiben. Wenigstens hat der später noch entdeckte Husky ihres Mitbewohners Tom den Aufprall überlebt und befindet sich inzwischen wieder auf dem Weg der Genesung.

Erfreulicherweise wurde Aishia nicht krank, obwohl sie das Krankenhaus so frühzeitig verlassen hatte. Ihr kleiner Sohn Elijah braucht seine aufopferungsvolle Mutter, die bewiesen hat, dass sie für ihre Nächsten sogar ihre Gesundheit riskiert. Hoffentlich bleibt jedoch Aishia und ihrer neuen kleinen Familie eine weitere Tragödie erspart.

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