Mutter verwandelt Zimmer von Tochter in Jugendstrafanstalt.

Über Kindererziehung lässt sich bekanntlich ebenso gut streiten wie über Geschmack. Eine Mutter aus der kanadischen Provinz Neufundland hat mit ihren Erziehungsmethoden nun für regen Diskussionsstoff auf Facebook gesorgt. Denn als die Tochter von Amanda Mitchell anfängt, andere Kinder in der Schule zu piesacken, wird es der alleinerziehenden Mutter zu bunt.

Kurzerhand verwandelt sie das Kinderzimmer ihrer Tochter in eine „Gefängniszelle“ einer Jugendstrafanstalt.

Angewidert von dem Verhalten ihres eigenen Kindes, macht Amanda ihrem Ärger zudem auf Facebook Luft:

„Normalerweise poste ich so etwas nicht, aber ich bin so angewidert und enttäuscht von Hannahs Verhalten diese Woche, dass ich das unbedingt loswerden muss.

Lange Geschichte, kurz erzählt:

Ich bekam am Freitag einen Anruf von ihrem Klassenlehrer, der mir erzählte, wie Hannah sich diese Woche in ihrer Klasse und in anderen Klassen benommen hat. An zwei Tagen hintereinander wurde sie dabei erwischt, wie sie während des Mittagessens durch die Schulflure wanderte, obwohl sie während dieser Zeit in ihrem Klassenraum zu bleiben hat. Dann schikanierte sie eine ihrer besten Freundinnen und hat die Gefühle des Mädchens wirklich sehr damit verletzt. Sie erzählte anderen Lehrern Lügen über ihren (großartigen) Klassenlehrer. Kurzum: Sie benahm sich wie ein Arschloch.

Ja, ich habe Arschloch gesagt! Warum? Weil sie sich definitiv wie eines verhalten hat. Normalerweise ist sie nicht so ein Arschloch, aber wenn der Schuh passt, nicht wahr?

Die Konsequenz: ein leeres Kinderzimmer. Sie hat nichts mehr. Willkommen in Mamas Jugendstrafanstalt, Fräulein. Sie wird jeden Tag dieselben Klamotten tragen (inklusive einem Anti-Mobbing-Shirt), die ganze Woche. Ich werde die Sachen jeden Abend waschen, wenn sie im Bett ist, aber das werde ich ihr nicht sagen. Übertrieben? Nicht nach meiner Meinung. Wenn sie erwachsen ist und gegen das Gesetz verstößt, wird das Gefängnis die Konsequenz sein und das ist nicht das, was ich für meine Kinder möchte. Ich glaube, das Hauptproblem unserer Zeit ist mangelnde Bestrafung. Bestrafung ist schlecht, wir sollten nur positiv bestärken und schlechtes Verhalten ignorieren – NICHT in diesem Haus.

Dieses Kind wird sich all seine Sachen zurückverdienen müssen. Jeden Tag, eine ganze Woche lang, wird sie folgende Sätze schreiben …

Jeden von ihnen 50 Mal:

  • Ich werde nie wieder lügen.
  • Ich werde zu jedem freundlich sein.
  • Ich werde mich in der Schule benehmen.
  • Ich bin eine eigenständige Person, die eigene Entscheidungen trifft (weil sie versuchte, eine Freundin für ihr Verhalten verantwortlich zu machen).
  • Ich muss für meine Fehler geradestehen.

Dieses Kind wird auf die harte Tour lernen, sich nie wieder wie ein Arschloch aufzuführen.“

Die Meinungen zu Amandas unkonventioneller Erziehungsmethode könnten, nach Veröffentlichung ihres Facebook-Posts, jedoch unterschiedlicher nicht sein. Während die einen die alleinerziehende Mutter in ihrem Handeln bestärken und applaudieren, finden die anderen, dass ihre Art von Bestrafung doch sehr übertrieben sei. 

Ein Facebook-User stimmt Amanda voll und ganz zu:

„Wunderbar! … Genau so bringt man Kindern bei, die Konsequenzen für ihr Fehlverhalten zu tragen. Nur so können sie daraus lernen.“

Ein anderer hingegen findet, dass dies nicht der richtige Weg sei, ein Kind zu bestrafen:

„Wow. Ich finde, das ist echt krass und grenzt an psychische Gewalt. Wie alt ist deine Tochter? Ich kann nachvollziehen, ihr Spielsachen und Elektronik wegzunehmen, aber dein Kind eine Woche lang jeden Tag dieselben Klamotten tragen zu lassen und ihr Zimmer komplett leerzuräumen … Übertrieben.“

Amanda hat ihren Post mittlerweile gelöscht, dennoch ist die zweifache Mutter der Meinung, richtig gehandelt zu haben:

„Ich weiß, dass ich sie damit verletzt habe. Ich tue alles in meiner Macht Stehende, um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Ich habe ihr erklärt, dass ich das getan habe, weil ich sie liebe und nur möchte, dass aus ihr ein verständnisvoller Mensch wird.“

Kinder geraten innerhalb ihrer Entwicklung hin und wieder mal vom Weg ab. Doch ist dies der „richtige“ Weg, einem Kind beizubringen, was richtig oder falsch ist? Was meinst du?

Quelle:

UNILAD

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