Baby wegen Kindersitz nach Autofahrt bewusstlos, Mutter warnt.

Für Familie Clark aus Schottland beginnt ein ganz normaler Tag: Mutter Kirsti und Vater Christopher packen ihre 3-jährige Tochter Malena und das erst 3 Wochen alte Baby Harper für einen Shoppingausflug ins Auto. Auf der Rückfahrt geraten sie jedoch in einen Stau, sodass sie und die beiden Töchter in ihren Kindersitzen über anderthalb Stunden im Auto verbringen.

Weil es schon so spät und längst Schlafenszeit für die 3-Jährige ist, lassen die Eltern das Baby in seinem Maxi-Cosi im Wohnzimmer stehen, während sie die ältere Schwester ins Bett bringen. Als Christopher den Säugling nach einer Weile heraushebt, bemerkt er jedoch, dass etwas nicht stimmt. 

Harpers Lippen sind blau geworden und es hat sich Schaum vor ihrem Mündchen gebildet! In Panik bringen die Eltern das Baby auf schnellstem Wege ins Krankenhaus. Dort stellen die Ärzte fest, dass das Baby durch das lange Verbleiben im Babysitz einen akuten Sauerstoffmangel erlitten hat. 

Säuglinge haben noch nicht genug Muskelkraft, um ihren Kopf eigenständig stützen zu können; eine zusammengesunkene Körperhaltung über längeren Zeitraum hinweg, wie bei einer längeren Fahrt im Babysitz, lässt sie nicht genug Luft bekommen und führt im schlimmsten Fall zum Erstickungstod.

Als Kirsti und Christopher im Krankenhaus erfahren, was Harpers Anfall ausgelöst hat, sind sie völlig geschockt. „Wir konnten es nicht glauben“, erinnert sich die Schottin. „Ich konnte nicht verstehen, warum uns das niemand vorher gesagt hat. Wir hatten davon gehört, dass man Babys nicht über Nacht in Babysitzen lassen soll, weil das die Wirbelsäule verkrümmen kann, aber nichts von der anderen Gefahr. 

Sobald Chris und mir klarwurde, was geschehen war, waren wir so wütend auf uns selbst – wir haben das unserem Baby angetan. Es war furchtbar. Aber wir haben mit vielen anderen Menschen gesprochen und sie hatten ebenfalls noch nichts davon gehört oder hatten widersprüchliche Meinungen über die maximale Zeit, die ein Baby im Sitz verbringen darf. Da wurde uns bewusst, dass wir teilen müssen, was mit Harper passiert ist, denn Eltern müssen Bescheid wissen.“

Was sie nun alle wissen lassen wollen: Nach Empfehlung von Medizinern sollten gerade Kinder, die jünger als zwei Monate sind, nicht länger als eine Stunde am Stück in der Autositz-Vorrichtung gelassen werden, damit ihre Gesundheit keinen Schaden nimmt. 

Die kleine Harper konnte sich wieder ganz erholen. Zum Glück haben ihre Eltern noch rechtzeitig bemerkt, dass etwas mit der Kleinen nicht stimmt, sodass sie schnell behandelt und Schlimmeres verhindert werden konnte. Nun warnen sie alle anderen Eltern vor dieser Gefahr, damit sie nicht dasselbe durchleben müssen.

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