Studie zeigt: Wir trauern mehr um Hunde als um Menschen.

Hast du auch einen Hund, der im Himmel auf dich wartet? Wenn ja, dann kannst du bestimmt nachvollziehen, wie sehr der Verlust einer geliebten Fellnase schmerzt. Es vergeht wohl keine Minute, in der man im Alltag nicht an ihn erinnert wird. Sein noch herumliegendes Lieblingsspielzeug, die Hundehaare auf der Couch oder der Pfotenabdruck auf den Fliesen neben seinem Wassernapf – der verlorene Freund ist immer und überall präsent.

Eine Studie behauptet nun, dass wir den Verlust eines Hundes schwerer verkraften als den eines Verwandten. Doch warum ist das so?

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Wenn man einen geliebten Hund gehen lassen muss, gibt es oft Menschen im Umfeld, die für die überwältigende Trauer über diesen schweren Verlust kein Verständnis aufbringen können. Es fallen Sätze wie: „Es war doch nur ein Hund!“ oder: „Das Leben geht weiter!“ – doch jeder Hundebesitzer wird sagen, dass das nicht stimmt! Ein Hund ist nicht einfach nur ein Hund: Er ist Familienmitglied, Seelentröster, Begleiter und bester Freund. Das Leben mag danach zwar einfach weitergehen, doch wird es ohne ihn nie wieder so sein wie zuvor. Die starke Bindung zwischen Mensch und Hund ist vielleicht nicht für jeden Menschen nachvollziehbar, jedoch lässt sie sich wissenschaftlich erklären. Vielleicht sorgt dies ja dafür, dass Außenstehende die Trauer eines Hundebesitzers über den Verlust seines besten Freundes in Zukunft besser verstehen können.

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Hunde begleiten uns Menschen schon seit über 10.000 Jahren und diese lange Zeit haben die Vierbeiner genutzt, um uns ausgiebig zu studieren. Sie sind in der Lage, unseren Gemütszustand anhand unserer Mimik und Gestik zu deuten, doch nicht nur das. Sie trösten uns, wenn wir traurig sind, und beschützen uns, wenn wir Angst verspüren. Kein anderes Haustier auf der Erde ist so auf den Menschen ausgerichtet wie der Hund und eben diese Eigenschaften machen ihn einzigartig.

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Die Psychologin Julie Axelrod hat in ihrer Studie herausgefunden, dass der Verlust eines Hundes für seinen Besitzer so schmerzhaft ist, weil dieser dadurch nicht nur ein Haustier verliert, sondern ebenso die Quelle einer bedingungslosen Liebe, die regelrecht „abhängig“ macht. Wenn diese Quelle versiegt, trifft uns dieser Verlust wie der Schlag mit einem Vorschlaghammer und es wird uns plötzlich bewusst, wie sehr uns die Zuneigung unseres besten Freundes nun fehlt. Die Trauer darüber scheint daher unermesslich. Da wir Menschen meistens 10 Jahre und länger mit unseren geliebten Vierbeinern verbringen, ist dieses über Jahre hinweg geknüpfte Band so stark, dass wir den Boden unter den Füßen verlieren, wenn es reißt.

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Kurzum: Wenn unser Hund stirbt, verändert sich von heute auf morgen unser ganzes Leben. Die fehlende alltägliche gemeinsame Routine, wie Spaziergänge, das abendliche Kuscheln auf der Couch vor dem Fernseher oder sportliche Aktivitäten, macht es zudem schwieriger, über den Verlust hinwegzukommen. Dies ist auch der Grund, weshalb sich viele Menschen bereits kurz nach dem Tod ihres Hundes einen neuen Gefährten anschaffen. Nicht weil sie den verstorbenen Freund ersetzen wollen, sondern weil sie versuchen, die gewohnte Routine wieder herzustellen, um so besser mit dem Schmerz umgehen zu können.

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Doch auch wenn wir in der Lage sind, uns emotional für einen neuen Hund zu öffnen, wird unser verstorbener Freund einen Platz in unserem Herzen behalten – für immer! Was bleibt, ist die Hoffnung, dass wir uns nach diesem Leben eines Tages vielleicht wiedersehen.

„Trennung ist unser Los, Wiedersehen ist unsere Hoffnung.
So bitter der Tod ist, die Liebe vermag er nicht zu scheiden.
Aus dem Leben ist er zwar geschieden,
aber nicht aus unserem Leben;
denn wie vermöchten wir ihn tot zu wähnen,
der so lebendig unserem Herzen innewohnt!“

Augustinus

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