Chemo-Patientin küsst Baby nach Geburt

Während einer Schwangerschaft achten werdende Eltern natürlich aufgeregt auf jede noch so kleine Veränderung am Körper der Mutter. Jede Entwicklung, selbst eine unangenehme, soll schließlich gewürdigt und erinnert werden.

Doch wenn die Frau etwas Beunruhigendes feststellt, wird ihre Sorge von Ärzten allzu oft als „normale“ Begleiterscheinung der Schwangerschaft abgetan – selbst dann, wenn es etwas so Alarmierendes ist wie ein Knoten in der Brust.

Als Jade Devis aus Kalifornien (USA) ihr Kind erwartete, bemerkte sie an sich eine Veränderung, die jede Frau sofort als ernsthafte Bedrohung erkennt: eine klumpenförmige Verhärtung in ihrer Brust. Sie ging sofort zu einem Radiologen, aber der nahm sie nicht ernst. Der Knoten sei wahrscheinlich nur durch die Schwangerschaft entstanden. Jade musste nachdrücklich darauf drängen, dass an ihr eine Biopsie vorgenommen wurde.

Youtube/KTLA 5

Zum Glück hatte sie die Kraft und Energie, sich durchzusetzen, denn das Ergebnis der Untersuchung war ein Schock: Der Knoten war ein dreifach negatives Mammakarzinom im 2. Stadium. Unter den verschiedenen Formen des gefürchteten Brustkrebses ist dies eine besonders aggressive und gefährliche, denn das Karzinom wächst sehr schnell und reagiert kaum auf die bekannten Behandlungsformen.

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Da das Tumorwachstum hier nicht, wie bei anderen Brustkrebsformen, durch Östrogen und Progesteron ausgelöst wird, kann es auch nicht durch eine Hormontherapie bekämpft werden. Diese Art des Mammakarzinoms neigt außerdem eher dazu, sich im Rest des Körpers auszubreiten und selbst nach einer erfolgreichen Behandlung zurückzukehren.

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Jade blieb keine andere Wahl, als sich sofort mehreren Operationen und Chemotherapien zu unterziehen. Diese stellten zwar große Gefahren für ihr ungeborenes Kind dar, aber ohne sie hätte Jade mit Sicherheit die nächsten Monate nicht überlebt.

Zusammen mit einer Spezialistin am Brustkrebszentrum der Loma Linda Universität, einem Ernährungswissenschaftler und einem ganzen Team von Krankenschwestern, Sozialarbeitern und Hebammen nahm Jade den Kampf gegen die heimtückische Krankheit auf.

Die Operationen verliefen erfolgreich und die noch andauernde Chemotherapie scheint ebenfalls anzuschlagen – aber das größte Wunder von allen ist, dass Jade trotz all dieser Belastungen und Strapazen im Juli ihren kleinen Sohn mit einem Kuss auf der Welt begrüßen konnte. Unglaublicherweise ist er gesund und kräftig.

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Jades ganze Geschichte kann im folgenden Video angesehen werden (auf Englisch):

„Ich bin gesegnet“, sagt die glückliche Mutter. „Wenn ich meinen Sohn ansehe, kann ich einfach nicht mehr vom Leben verlangen als das.“

Sie wird im November ihre Behandlungen abschließen und dann ihre Zeit mit dem Kind sorgenfreier genießen können – hoffentlich für viele, viele gemeinsame Jahre.

Quelle:

Fox News

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