Wirbelsäule von Jungen verbog sich lebensgefährlich.

Es gibt Erkrankungen, die anmuten, als seien sie einem Albtraum entsprungen. Der US-Amerikaner John Sarcona litt an einer solchen Krankheit. Ein schwere Wirbelsäulenverkrümmung, auch Kyphose beziehungsweise Skoliose genannt, warf einen dunklen Schatten auf seine gesamte Jugend.

Facebook/NewYork-Presbyterian Hospital

Zum Glück blieben seine ersten Lebensjahre noch ungetrübt: „Ich war ein normales Kind, bevor ich mich den ersten Operationen unterziehen musste. Ich hatte anfangs keine körperlichen Einschränkungen, selbst als frühe Zeichen der Verkrümmung sichtbar wurden. Auffällig wurde es erst später“, erzählt John.

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Ab seinem sechsten Lebensjahr wurden regelmäßige Eingriffe notwendig, die seine Verkrümmung korrigieren sollten. Chirurgen platzierten metallene Stäbe in Johns Rücken, die der Stabilisierung seiner Wirbelsäule dienten.

Außerdem musste er über achtzehn Stunden am Tag eine Art Korsett tragen. Dies traf den sportbegeisterten Jungen besonders schwer, weil dadurch bereits jede kleine Beugung zu einer Herausforderung wurde. Obwohl er von seiner Familie und seinen Freunden unterstützt wurde, fühlte er sich ein wenig außen vor.

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Trotz der zeitigen Behandlung seiner Wirbelsäulenfehlstellung verschlechterte sich Johns Zustand jedoch zunehmend. Im Alter von siebzehn Jahren begann eine kritische Phase, als seine Mutter Blutspuren auf einem seiner T-Shirts bemerkte. Sie musterte den Rücken ihres Sohnes und entdeckte, dass die eingesetzten Metallstäbe allmählich austraten.

„Sein Rücken sah sehr schlimm aus. Es wirkte so, als sei er von Zysten übersät. Ich war erschüttert, verwirrt und zu Tode erschrocken. Mir war so, als würde ich zusammen mit meinem Sohn sterben“, erklärt Joanne Sarcona, Johns Mutter.

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Die eingesetzten Stützstäbe mussten schließlich entfernt werden, wodurch sich Johns Gesundheitszustand noch weiter verschlimmerte. Seine Wirbelsäule drückte nun zunehmend seinen Brustkorb zusammen, weshalb ihm das Atmen immer schwerer fiel. Johns behandelnder Arzt wusste bald nicht mehr weiter. Glücklicherweise nahm sich der renommierte Chirurg Dr. Lawrence Lenke seines Falls an.

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„Johns Wirbelsäule verdrehte sich stündlich weiter und war im Begriff, regelrecht zusammenzufallen. Sein Kinn näherte sich seiner Brust und der obere Teil der Wirbelsäule drückte immer stärker auf Herz und Lunge“, berichtet der erfahrene Rückenspezialist. Der 17-Jährige quetschte sich buchstäblich selbst zu Tode.

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Dr. Lenke ordnete eine riskante Operation an, die Johns Wirbelsäule begradigen sollte – und zwar dauerhaft. Jedoch bestand auch die Gefahr, dass ein Fehler während des Eingriffs John vollständig lähmen konnte. Dreizehn Stunden dauerte die komplizierte Prozedur.

„Die Ärzte arbeiteten bald in von Kopf bis Fuß durchgeschwitzten OP-Kitteln. Sie waren vollkommen erschöpft, hielten aber bis zum Schluss durch und retteten das Leben meines Sohnes“, sagt Joanne.

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Zum Glück überstand John alles ohne weitere Schäden. Innerhalb weniger Wochen verbesserte sich sein Zustand zusehends, sein Nacken verlängerte sich, er konnte wieder aufrecht gehen: „Man sagt, dass sich die ersten Schritte anfühlen, als würde man sie mit einem neuen Körper tun. Es war wirklich ein einmaliges Gefühl“, erzählt John freudig.

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Nach diesem Eingriff begann für John ein neues Leben. Er beendete die Schule, begann ein Studium und wurde ein leidenschaftlicher Golf- und Basketballspieler. Außerdem macht er zurzeit seinen Führerschein – alles Dinge, die ohne seine letzte Operation nicht möglich wären.

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Daher verwundert es kaum, welchen Berufswunsch John hegt: „Weil mir geholfen wurde, seit ich ein kleiner Junge war, möchte ich Kindern helfen, die ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen keine unbeschwerte Kindheit und Jugend genießen dürfen“, sagt John.

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Im folgenden Video (auf Englisch) finden sich weitere Informationen zu Johns Geschichte:

Aus ihm würde ein leidenschaftlicher Arzt werden, ganz bestimmt. Wie schön, dass seine jahrzehntelange Leidenszeit nun für immer vorbei ist und er sein Leben wieder in vollen Zügen genießen kann! Verdient hat er es.

Quelle:

abcnews, cnn, people

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