Lkw-Fahrer fährt in den Tod, um Menschenleben zu retten.

Für Randall McDougall schien es ein ganz normaler Arbeitstag wie jeder andere zu werden: Der 63-jährige LKW-Fahrer sollte größere Mengen Ammoniumnitrat von El Dorado in Arkansas nach Texarkana in Texas (USA) liefern. Diese Chemikalie wird für die Herstellung von Düngemittel und Sprengstoff verwendet. Familienvater Randall ahnte jedoch nicht, dass dieser Arbeitstag für ihn in einer Tragödie enden würde.

Keine 30 Minuten nach dem Beginn seiner Tour bemerkte Randall, dass seine Bremsen Feuer gefangen hatten. Er verständigte sofort die Feuerwehr, um sie vor einer möglichen Katastrophe zu warnen. Ammoniumnitrat ist nämlich höchst explosiv – in der Vergangenheit hatte es bereits verheerende Unfälle mit dieser Chemikalie gegeben.

Man mag sich kaum ausmalen, was im Kopf des Familienvaters vorgegangen sein muss, als er die Gefährlichkeit der Situation begriffen hatte. Doch anstatt auszusteigen, sich in Sicherheit zu flüchten und den LKW seinem Schicksal zu überlassen, fuhr Randall weiter, um seine gefährliche Fracht möglichst weit weg von bewohnter Umgebung zu bringen. Mit dieser Heldentat hat er vermutlich zahlreiche Menschenleben gerettet.

Er stellte den brennenden Truck schließlich mitten auf der Landstraße in einer Gegend ab, in der weit und breit keine Menschen und Gebäude zu sehen waren, und stieg endlich aus. Doch Randall lief immer noch nicht weg: Mithilfe eines Handfeuerlöschers versuchte er, das Feuer allein zu löschen. Die Feuerwehr war zu diesem Zeitpunkt vor allem noch damit beschäftigt, die umliegenden Ortschaften zu evakuieren, erst wenige Einsatzkräfte waren auf dem Weg zum havarierten LKW.

Leider war Randalls Mühe vergebens – der Lastwagen explodierte und hinterließ nichts weiter als einen 4,5 m großen Krater.

Die Feuerwehr konnte Randall leider nicht mehr helfen: „Es war, als wäre eine Bombe hochgegangen. Dort, wo der LKW stand, klafft nun ein riesiges Loch.“

twitter.com/KATVPopham

Die Explosion war so verheerend, dass man sie noch kilometerweit hören konnte. Die Scheiben mehrerer Feuerwehrwagen, die die Unglücksstelle fast erreicht hatten, zerbarsten durch die enorme Druckwelle und drei Feuerwehrleute wurden verletzt. Doch es wäre wahrscheinlich noch viel Schlimmeres passiert, hätte Randall nicht so uneigennützig gehandelt. Nicht auszudenken, wenn sich diese Katastrophe mitten in einer Ortschaft ereignet hätte. 

Seiner Familie und den Menschen, denen er mit seiner Selbstlosigkeit das Leben gerettet hat, wird Randall für immer als Held in Erinnerung bleiben.

Quelle:

Boredpanda,

katv

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